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Glückliche Kirchenpflegerinnen


Die „reformierte presse“ berichtet über eine Studie der ETH, in welcher Aussagen von Zürcher SchulpflegerInnen mit solchen von Zürcher KirchenpflegerInnen verglichen werden.

850 aktive und 491 ehemalige Kirchenpflegerinnen haben die Fragebögen ausgefüllt, was einem Rücklauf von 64% respektive 53% entspricht.

Was kann man aus dem Material herauslesen?

Im Durchschnitt sind die Kirchenpfleger etwas älter (69% sind über 45) als die Schulpfleger.

Der Zeitaufwand für das Kirchenpflegeamt ist tiefer als für das Amt eines Schulpflegers (50 % der Kirchenpfleger aber nur 26 der Schulpfleger brauchen weniger als 20 Stunden im Monat).

Die Kirchenpfleger haben im Vergleich zu den Schulpflegern höhere Bildungsabschlüsse.

Sie erhalten für ihre Arbeit mehr und grössere Wertschätzung von den Kirchgemeindemitgliedern, den angestellten Mitarbeitenden und den Pfarrpersonen als die Schulpfleger von ihrem entsprechenden Umfeld.

46% der Kirchenpflegenden aber nur 25% der Schulpflegenden sagen, dass sie im Amt kreative Ideen verwirklichen können.

Nur 25% der Kirchenpfleger führen ihren Rücktritt auf Unzufriedenheit zurück.

Ich selber sitze seit Jahrzehnten jeden Monat mit beratender Stimme in Kirchenpflegesitzungen und war früher sieben Jahre Mitglied der Schulpflege. Ich erinnere mich gern daran zurück. Wir waren ein tolles Team. Auch wenn Meinungsverschiedenheiten auftauchten, waren die Sitzungen meist stresslos.

In der Kirchenpflege gab es in all den Jahren schon etwa die einen oder andern Konflikte, aber sie wurden immer gut und ohne bleibende Schäden bewältigt. Die Kreativität , der Gestaltungs-Spielraum ist in der Kirchenpflege aber tatsächlich viel grösser als in der Schulpflege. Die Themen, mit welchen man sich auseinandersetzt, sind vielfältiger, grundsätzlicher und existentiell bewegender. Die Kirchenpflege ist mehr als ein Verwaltungsgremium, obwohl es auch da um Administratives geht. Pfarramt und Kirchenpflege sind einander zugeordnet und gemeinsam für den Gemeindeaufbau und das Gemeindeleben verantwortlich. Insofern ist das Kirchenpflegeramt auch ein geistliches Amt. Was kann es Schöneres geben, als am Leben einer Gemeinde mitzuweben?

Das Kirchenpflegeramt verleiht in unserer Gesellschaft kein besonderes Prestige mehr. Umso erfreulicher ist es, dass sich viele qualifizierte Leute, frei von einer „Porfilierungsneurose“, dafür zur Verfügung stellen, allein weil sie der Meinung sind, die Kirche habe Wichtiges für das Leben der Menschen in unserer Gesellschaft beizutragen.

Jörg Häberli

 
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