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Leseproben

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Texte, die nachdenklich stimmen, Gedankengänge, die aufrütteln oder verwirren - lassen Sie sich inspirieren!


Nadja Papis: Aus dem Alltag von Pfarrers …

Ein sonniger Nachmittag, genau richtig gemacht, um den Pfarrgarten zu geniessen, besonders nachdem das unser einziger gemeinsamer Frei-Tag in einem arbeitsreichen Monat ist. Nebenan arbeiten die Bauleute am Haus, schleppen Balken, spitzen ein Loch in die Mauer und montieren eine provisorische Türe. Einer der Handwerker, die uns mittlerweile kennen, schaut uns an, wie wir da auf unseren Liegestühlen an der Sonne liegen und meint: «So schön sollte man’s haben wie Pfarrer – am Sonntag schnell den Gottesdienst machen und dann den Rest der Woche in der Sonne liegen!»

Was machen Pfarrpersonen eigentlich?
Natürlich hat er es als Witz gemeint, aber manchmal frage ich mich wirklich, wie viel unserer Arbeit bekannt ist und sichtbar. Für einzelne schon, das wissen wir, aber so in der Gesellschaft?

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Nadja Papis: Aus dem Alltag von Pfarrers ...


Jörg Häberli: 25 Millionen Korane

25 Millionen Korane werden von muslimischen Organisationen im deutschen Sprachraum verteilt. Aufgrund der Religionsfreiheit kann man nichts dagegen haben. Auch Christen dürfen ihre Schriften ungehindert verteilen. „Gottes Wort an jedem Ort“, ist die Devise der Agentur C, die durch Plakataushänge und das Verteilen von Bibeln die Bevölkerung mit dem christlichen Glauben vertraut machen will. Auch der Gideonsbund hat dieselbe Zielsetzung. Durch das Verteilen von Bibeln in Hotels etc. will er möglichst viele (alle) Menschen mit dem Wort Gottes bekannt machen. Die Gideons kamen bis vor einigen Jahren auch in die Rekrutenschulen, die ich als Armeeseelsorger betreute, und haben den Rekruten das Neue Testament angeboten. Manchmal wurde die Verteilung vom persönlichen Glaubenszeugnis eines Gideon-Mitglieds begleitet, was aber nicht immer gut ankam. Aufgrund einer Beschwerde von Rekruten, die auf die Glaubensfreiheit und die Neutralität des Staates in Glaubensfragen hinwiesen, ist in einigen Rekrutenschulen nun das Verteilen dieser Bibeln unterbunden worden. Als Armeeseelsorger hatte ich dafür zu sorgen, dass muslimische Soldaten den Koran erhielten, wenn sie ein paar Tage im Arrestlokal absitzen mussten. Etwa zweimal ist danach gefragt worden.
Jede Religion darf bei uns für sich werben und sich in der Oeffentlichkeit sichtbar machen. Das ist den Muslimen so gut zuzugestehen wie den Christen. Bei dieser Koranverteilungaktion ist es mir trotzdem äusserst unwohl.

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Jörg Häberli: 25 Millionen Korane


Nadja Papis: Burnout – können wir etwas tun?

„Sie hat ein Burnout“, immer mehr, so scheint es mir, höre ich diese Diagnose. Und damit ist auch schon gesagt, dass Burnout nicht einfach eine Erschöpfung ist oder ein momentanes Loch, sondern bei den meisten wirklich eine Krankheitsgeschichte, eine Zeit im Leben, in der sie alles umstellen, sich mühsam gesund kämpfen müssen und oftmals nur ganz langsam „vorwärts“ kommen. Wer ein Burnout erlebt hat, weiss, wie hilflos und ohnmächtig es macht, wie wenig noch geht und wie erschöpfend alles wird.

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Nadja Papis: Burnout - können wir etwas tun?


Orgelfanfare - Kirchensteuern für juristische Personen
(und wie beides zusammenhängt)


Wie Sie wohl aus den Zeitungen wissen, hat in Zürich ein internationales Orgelsymposium stattgefunden. „Hochkarätige“ Musikwissenschaftler/-innen, Organist/-innen und Persönlichkeiten aus Politik und Kirchen haben sich zusammengefunden, um zu beraten, wie Orgeln und Orgelmusik wieder stärker in unserer Gesellschaft, im Kulturbetrieb und der Kirche an Boden gewinnen können. Die Möglichkeiten der Orgel wurden anlässlich dieses Symposiums auch einem breiten Publikum ins Bewusstsein gerufen.
...
Wieder einmal werden wir im Kanton Zürich über eine kirchenpolitische Frage abstimmen können. Die Jungfreisinnigen haben ihre Initiative für die Abschaffung der Kirchensteuern für juristische Personen, worunter man Firmen versteht, eingereicht. Die Delegierten der Mutterpartei haben mit knappem Mehr beschlossen, die Initiative zu unterstützen. Das entspricht der reinen Lehre des Liberalismus.

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Jörg Häberli: Orgelfanfare - kirchensteuern für juristische Personen


Stiftung Blut-Stammzellen: „Bin ich dein Typ?“

In den Frühlingsferien besuchte ich in Brookline, einem Vorort von Boston, nach fünf Jahren wieder einmal meinen ältesten Schulfreund.
R. und ich gingen von der ersten Primarschulklasse bis zur Matura miteinander zur Schule. Schon seit der ersten Zeit unserer Freundschaft hat uns viel miteinander verbunden. Als meine Mutter starb, als wir in der dritten Klasse waren, hat er sich meiner angenommen. In der fünften Klasse ist R. in der Turnstunde verunfallt und erlitt eine Hirnblutung. Seine linke Hand blieb gelähmt, er konnte – obwohl begabt – nicht mehr Klavier spielen und auch an der Turnstunde und anderen Aktivitäten nicht mehr teilnehmen. Nun konnte ich ihm ein wenig beistehen. ...

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Jörg Häberli: Blut-Stammzellen "Bin ich dein Typ?"


Nadja Papis-Wüest: Eine unterhaltsame Geschichte aus der Zeit der Reformation

Als wir kürzlich für ein Wochenende in Vals weilten, las ich die dort veröffentlichten Texte zu den Kappellen und Kirchen der Gegend. Darin wurde in wenigen Worten die äusserst unterhaltsame Geschichte der Reformation des Tales erzählt. Ich versuche sie hier wiederzugeben.
Der damalige Valser Pfarrer Johann Lutta gehörte dem neuen Glauben an. Schon fast hatte er die Bevölkerung für die neue Lehre gewonnen, aber der Messmer verweigerte den Bilderstürmern den Kirchenschlüssel. Diese wiederum steckten sein Haus in Brand und er flüchtete nach Leis. Diese Geschehnisse schockierten die Dorfbewohnerschaft, die sich in zwei Hälften geteilt hatte. Die einen gingen zur Messe, die anderen in die Predigt. Für zwei Religionen habe es nicht genug Platz im engen Tal. Darum berief man eine Gemeindeversammlung ein und beschloss, über die Konfession abzustimmen. Die Minderheit habe sich dann der Mehrheit zu fügen wie bei allen anderen demokratischen Entscheiden. Die Abstimmung ergab – nichts. Beide Konfessionen hatten gleich viele Stimmen. Man kannte damals noch keine Präsidialentscheide. So stellte jemand den Antrag, der Geisshirt, der zu genau jener Stunde seine Herde ins Dorf trieb, solle entscheiden. Der Hirt entschied sich für die Messe. Und so blieb die Valser Bevölkerung katholisch. Allerdings wurde der reformierte Pfarrer mit dem der Nachbargemeinde getauscht, welche reformiert geworden war, aber einen katholischen Geistlichen hatte.


Kein Grund zur Häme

Das Problem des Missbrauchs
In der katholischen Kirche gibt es grossartige Ordensleute und Priester. Mit ihrer Hingabe gelingt es ihnen oft, die Botschaft Jesu vom Himmelreich für die Menschen erfahrbarer zu machen als uns bildungsbürgerlichen Protestanten, die wir am Karfreitag bei vorzüglichem Fisch und Weisswein die Bach’sche Matthäus- oder Johannespassion hören. Sie samt und sonders unter den Generalverdacht der Pädophilie und -sexualität zu stellen, ist Unsinn. Sexuelle Übergriffe und sexueller Missbrauch kommen in allen gesellschaftlichen Verhältnissen – auch in unseren Kirchen – vor und sind immer und überall verwerflich.

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Jörg Häberli: Kein Grund zur Häme


Geistige Leerstellen

Reich zu sein oder Gewinn zu machen ist keine Sünde. Aber reich sein ist kein Naturrecht. Mit dem Reichtum ist eine bestimmte Verantwortung verbunden. In der christlichen Sozialethik spricht man von der Sozialpflichtigkeit des Eigentums. Es gibt in der sozialen Marktwirtschaft vorzügliche Unternehmer – wie zum Beispiel Nationalrat Schmid-Ammann u.a. – bei welchen das Bewusstsein, dass Reich-sein keine einem persönlich zukommende Eigenschaft sondern eine sozialpflichtige Ge-Gebenheit ist, erhalten geblieben ist.
In der Finanzbranche scheint dieses Bewusstsein ausgelöscht worden zu sein.

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Jörg Häberli: Geistige Leerstellen


Erziehungskurs "Starke Eltern – Starke Kinder"® an zweimal vier Abenden vor und nach den Sommerferien

Erziehung ist eine schöne Aufgabe

Meine Frau Nadja hört von mir nun schon seit bald vier Jahren mindestens einmal pro Monat folgenden Satz: "Also momentan sind unsere Kinder wirklich in einem tollen Alter!" Sie schmunzelt jeweils über meine Begeisterung und meint irgendetwas in der Art von "jedes Alter ist doch schön", womit sie natürlich recht hat.
Was macht meine Begeisterung als Vater zweier Mädchen aus? Sie ist gar nicht so einfach in Worte zu fassen; ähnlich wie man das Wort "Liebe" auch nicht einfach in ein paar Worte einfangen kann. Was mich an den Kindern fasziniert und begeistert, ist wohl die Kombination aus purer Lebensfreude und absoluter Ernsthaftigkeit beim Erlernen neuer Fähigkeiten.

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Adrian Papis: Erziehungskurs "Starke Eltern - starke Kinder"


Bleiben wir ehrlich

Letzthin habe ich wieder einmal in meinem hebräischen Begriffslexikon geblättert, was ich seit dem Studium selten mal tue. Dabei bin ich auf einen wichtigen Begriff gestossen, auf das hebräische Wort zedaka. In den deutschsprachigen Bibelüber-setzungen steht dafür meistens das Wort Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist ein zentra-ler Begriff für das Leben und Zusammenleben der Menschen. Nur das Bemühen um Gerechtigkeit schafft das Vertrauen, das für ein angstfreies Zusammenleben unter den Menschen unerlässlich ist. Wie erfahrene Ungerechtigkeit nur schon im Kleins-ten brennen und Misstrauen säen kann, erleben wir in der Familie, in Schulklassen und am Arbeitsplatz fast täglich.
Für das hebräische Wort zedaka schlägt mein Lexikon jetzt aber noch eine andere Übersetzung vor: Die zedaka wird als gemeinschaftstreues Verhalten gedeutet. Ge-recht sein, sich um Gerechtigkeit bemühen heisst also, sich gemeinschaftstreu zu verhalten.

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Jörg Häberli: Bleiben wir ehrlich


Welcher Art ist die Armut?

Im Vergleich zu anderen Ländern ist unser soziales Netz engmaschig und tragfähig. Niemand muss bei uns hungern oder obdachlos sein. Wirkliche materielle Not muss niemand leiden.
Trotzdem spricht man von einer steigenden Zahl armer Bürgerinnen und Bürger. Die Zahl, welche die Caritas genannt hat, ist horrend und kaum zu glauben.
Die Definition von Armut ist umstritten. Ich habe in der Generation meiner Gross- und Urgrosseltern nachgeforscht. Sie lebten auf einem bescheidenen materiellen Niveau.

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Jörg Häberli: Welcher Art ist die Armut?


Adrian Papis: Lust an den «sieben Todsünden» – Gier/Völlerei/Masslosigkeit

Nur damit es gleich klar ist: Meine Lust besteht nicht darin, eine oder mehrere der sieben Todsünden zu begehen, noch darin unserer Kirchgemeinde mit mittelalterlicher Moraltheologie einzuheizen. Nein, meine Lust besteht darin, sich mit den menschlich-allzumenschlichen Schattenseiten und deren verborgenem Potential zu beschäftigen. Der letzte Gottesdienst im Jahr 2009 zu «Stolz» und «Trägheit» hat einige interessante Diskussionen nach sich gezogen – am 31. Januar dieses Jahres folgt die Fortsetzung zu dem Themen «Geiz» und «Zorn».

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Adrian Papis: Lust an den "sieben Todsünden" - Gier/Völlerei/Masslosigkeit


Adrian Papis:
Pilgern: Selbstquälerische Bussübung oder Selbstverwirklichungstrip?


Seit ein paar Jahren pilgern wir im Juni mit jeder 7. Klasse der Oberstufe Vorderzelg auf einem alten Wallfahrtsweg Richtung Einsiedeln. Morgens um 6 Uhr brechen wir auf und laufen in den frühen Morgenstunden der Sihl nach Fluss aufwärts. Gerade erst war wieder Pilgertag und dieses Jahr waren die Bedingungen besonders übel: Es hat keine einzige Minute nicht geregnet!
Aber beim Pilgern stört dies nicht. Es stört nicht weil Pilgern eben nicht Wandern ist!

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Adrian Papis: Pilgern - Selbstquälerische Bussübung oder Selbstverwirklichungstrip?


Nadja Papis: Im Wald, auf dem Feld, auf weiter Flur
Der Sommer ist da und mit ihm die Hochzeitssaison. Regelmässig, ja fast traditionell
taucht dann bei uns im Pfarrteam die Frage nach unseren Grenzen auf. Nicht, dass
wir zu viele Hochzeiten hätten, Langnau ist noch nicht DIE Hochzeitskirche, dazu
fehlt wohl zuerst einmal der Mittelgang, sondern es geht hier mehr um die Grenze
der Ortswahl für Trauungen.
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Nadja Papis: Im Wald, auf dem Feld, auf weiter Flur


 
KirchGemeindePlus
Der Prozess "KirchGemeindePlus" kommt nun in die entscheidende Phase. Viele Vorarbeiten wurden getätigt. Informieren Sie sich in unserer Rubrik, die laufend aktualisiert wird.
Unsere nächsten Gottesdienste und Veranstaltungen auf einen Blick.
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Die neue Ausgabe unserer Gemeindeseite ist jeweils als pdf-Datei online.
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